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Heuschnupfen

Was versteht man unter Heuschnupfen?

Der Heuschnupfen (allergischer Schnupfen, allergische Rhinitis) ist eine Entzündung der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut, die durch eine allergische Reaktion hervorgerufen wird.

Rhinitis ist die häufigste allergische Erkrankung, die 10-20% der Bevölkerung betrifft und deren Häufigkeit in den letzten Jahren vor allem in den entwickelten Industrieländern rapide ansteigt. Das 21. Jahrhundert wird auch als Jahrhundert der Allergie bezeichnet.

Der Heuschnupfen ist zwar keine schwere Krankheit, die unangenehmen Symptome beeinträchtigen jedoch die Lebensqualität wesentlich. Neben den Nasensymptomen treten bei 20% der Fälle auch asthmatische Atemstörungen auf.

Symptome des Heuschnupfens

Charakteristische Symptome des Heuschnupfens:

  • Nasenjucken
  • Niesen
  • Schnupfen
  • Nasenverstopfung
  • Juckreiz in der Rachenhöhle, in den Gehörgängen und der Augen
  • Tränenfluss
  • Augenliderödem
  • Verlust des Geruchssinnes

Die entzündlichen Erkrankungen der Nasen- und Nasennebenhöhlen sind meistens allergischen Ursprungs. Auf Grund der Beschwerden können Kranke in zwei Gruppen geteilt werden:

a) solche, die vor allem über Niesen und Nasensekretion klagen, deren Symptome anfallsweise auftreten und bei denen die Nasenverstopfung weniger ausgeprägt ist. Ihre Symptome sind tagsüber schwerer, in der Nacht leichter.

b) solche, die vor allem über Nasenverstopfung klagen, mit minimalem Niesen und eher dickem, schleimigem Nasensekret, das rückwärts in die Rachenhöhle fließt. Ihre Beschwerden sind nachts heftiger.

Erkennung des Heuschnupfens

Wenigstens eines der charakteristischen Symptome meldet sich wöchentlich mehrere Tage und besteht einige Stunden am Tag. Je nach dem, welche Allergene wann und wie lange wirken und eine allergische, entzündliche Reaktion auslösen, unterscheidet man zwischen dem das Jahr hindurch dauernden (perennialen) und dem einige Wochen, Monate dauernden Schnupfen.

Diese letztere, hauptsächlich im Frühling, Sommer und Frühherbst auftretende Form wird Heuschnupfen genannt, dieser Name wird aber auch im allgemeinen für die Bezeichnung der allergischen Rhinitis verwendet.

Wann ist anzunehmen, dass im Hintergrund der Beschwerden eine Allergie steht?

  • In der Familie ist eine Allergie schon vorgekommen.
  • Bei erstgeborenen Kindern tritt eine Allergie häufiger auf.
  • Bei Jungen ist eine Allergie wesentlich häufiger.
  • Wenn bei dem Kranken schon früher eine Erkrankung allergischen Ursprungs vorgekommen ist.
  • Die Beschwerden sind immer mit der selben
  • Jahreszeit, mit bestimmten Orten (z.B. alte Altbauwohnung) verbunden.
  • Die Beschwerden sind mit bestimmten Tätigkeiten verbunden (z.B. Landwirtschaft).
  • Wenn die charakteristischen Symptome nach Einnahme bestimmter Speisen auftreten.
  • Ein länger als 7-10 Tage anhaltender Schnupfen.
  • Wenn kein Fieber die Nasenbeschwerden begleitet
  • Die Symptome schwinden nach der Behandlung mit Antibiotika nicht.

Nachweis des Heuschnupfens

Hautprobe (Prick Test)

Beim Prick-Test werden verschiedene Allergene in Tropfenform auf die Haut aufgetragen. Die Haut wird dann mit Hilfe einer feinen Lanzette oder Nadel oberflächlich eingestochen, was dem Patienten in der Regel keine Schmerzen bereitet. Die nach 20-30 Minuten auftretende Hautreaktion kann das Allergen nachweisen.Die Übereinstimmung der Krankheitsgeschichte mit dem Ergebnis des Prick-Tests reicht in der Regel zur Stellung der Diagnose Heuschnupfen aus.

Provokations Test

Bei diesem Test werden die zu testenden Allergenextrakte auf die Nasenschleimhaut gesprüht oder getropft. Nach einer Wartezeit werden die auftretenden allergischen Symptome festgestellt.

IgE Untersuchung

IgE-Antikörper sind spezielle Proteine, mit denen das Immunsystem körperfremde Erreger abwehrt. Im Blutserum von Allergikern sind IgE-Antkörper nachweisbar, die zum jeweiligen Allergen passen.